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Hummeln sind fasziniernde Tiere. Zur Minimierung der Ladezeit für die Seite habe ich nur Vorschaubilder verwendet. Sie sind durch Anklicken zu vergrößern. Das hat angefangen, als Anton in der Wohnung Stubenfliegen fing. Als er die erste hatte, wobei vieles andere mit abgeräumt wurde und zu Bruch ging, ist er wohl auf den Geschmack gekommen. Die Folgen für andere Insekten haben wir leider nicht erahnt oder genauer gesagt erst viel zu spät bemerkt. Und den Unterschied zwischen Hummel und Stubenfliege lernt er auch nicht mehr, denn sie schmecken wohl beide gleich gut. Erstaunlich ist aber, daß er sehr genau weiß, welche Insekten wehrhaft sind und welche nicht. Inzwischen hat er begriffen, daß er Hummeln, Hornissen und Wespen nicht fressen darf. Leider funktioniert das nur, wenn ich dabei bin. Ist er allein im Garten, höre ich manchmal am maschinengewehrartigen Klappern seines Gebisses, daß er gerade wieder ein stechenden Insekt zum Fressen gern hat. Und dann komme ich selten rechtzeitig dazu, Schlimmeres zu verhindern. Weil ich dem “Ausrottungsfeldzug” meines Airedale-Terriers nicht tatenlos zusehen wollte, suchte ich nach Möglichkeiten, den Hummeln anders zu helfen. Kurz und gut, Ende März 2006 - eben noch rechtzeitig - reifte der Entschluß, für die Hummeln aktiv zu werden. Aus ineinander gestellten alten Plastik-Blumentöpfen wurden nun verschiedene Nester angefertigt. Als Wärmedämmung wurde zwischen den Töpfen trockenes Laub eingebracht, welches gleichzeitig das anfallende Kondenswasser aufnehmen sollte. Nur eines von fünf Nestern wurde besiedelt. Aber immerhin. Dieses eine nahm sich eine Steinhummelkönigin. Irgendwann wollte ich dann mit der Hummelklappe (noch eine Klappe) beginnen. Da herrschte aber bereits reger Flugverkehr. Haben Sie 2 1/2 Minuten Zeit? Dann schauen Sie sich dieses Video an, wie eine Wiesenhummel lernt, Bei der Kontrolle der nicht besiedelten Nester keimte es aus dem Laub heraus, denn es war durchweg feucht und bereits mit Myzel von Pilzen durchsetzt. Ich öffnete das Nest und mußte mit Schrecken feststellen, daß es dort nicht nur keimte, also zu feucht war, Ich nahm den inneren Blumentopf mit dem Nest heraus und säuberte alles so gut es eben ging. Die feuchte verpilzte Dämmung aus Laub entsorgte ich gänzlich. Zur besseren Luftzirkulation ließ ich den Zwischenraum frei und deckte das Nest nur mit einem Leinentuch ab. Im Nachhinein scheint auch das ein Fehler gewesen zu sein, denn bei der Nachkontrolle am nächsten Tag war kaum noch Flugbetrieb festzustellen. Dagegen lagen nun zwischen den Töpfen 18 tote Hummeln. Sind sie dort hineingefallen und konnten nicht wieder heraus? Vermutlich ja! Ich suchte wieder bei bombus.de nach möglichen Ursachen. Gästebuch bei bombus.de unter Nummer 262 vom 19.06.2006 eine sehr schöne Bis eines Tages etwas Unvorhergesehenes eintrat. Mutter rutschte beim Heraustreten aus dem Haus aus und hielt sich instinktiv an einer Latte des Spaliers fest. Die aber brach mit Getöse durch und erschütterte das ganze Spalier mit samt dem Kasten, in dem die Hornissen ihr Nest hatten. Der Schwarm war im Handumdrehen auf den Flügeln und umkreiste meine Mutter, die ängstlich versuchte “mit ihnen zu reden”. Sie wurde nicht gestochen. Haben die Hornissen gesehen, daß ihnen keine Gefahr droht? Kannten sie diese Stimme? Vermutlich. Ein anderes Beispiel ist hier beschrieben. Dort wurde der seltene Mittelspecht an eine Stimme gewöhnt und respektierte sogar einen Hund. Eine Bekannte aus dem Nachbarort hatte solche Angst vor Hornissen, daß sie meinte, sie müsse sie sicherheitshalber erschlagen. Sie fand sie immer auf dem Komposthaufen, wo sie unwissentlich Leckerli für sie hinterlegte. Aus diesem Grund stand am Komposthaufen auch immer eine Schaufel als Waffe bereit. Als sie wieder einmal zur Schaufel griff, wurde sie sofort gestochen. Hornissen können nämlich fliegen und sind damit wesentlich schneller als jede geschwungene Schaufel. Angstschweiß kann von vielen Insekten wahrgenommen werden und spielt dabei sicher auch keine unwesentliche Rolle. |
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10.08.2006: |
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19.07.2006 Das Steinhummelnest ist nun vorzeitig erloschen! Alle Hummeln sind tot. Einzig eine Drohne überlebte für nur kurze Zeit.
In der Literatur las ich, daß man unter dem Nest einen freien Raum für durchfallende Raupen oder Maden vorsehen solle. Wenn man das Glas anschaut, weiß man warum. Ich hatte zunächst natürlich keinen Deckel auf dem Glas,
Selbst im Kokon gab es keine Sicherheit, wie man sieht.
Am 10.08.2006 hingen sie in einem glockenähnlichen Gespinst am Deckel.
10.08.2006: Das Hummelmottengefängnis
Viel lieber hätte ich die Hummeln beobachtet. Aber nun muß ich mich mit ihren Erzfeinden beschäftigen. 11.08.2006:
Übrigens: Im Februar 2007 war noch immer Leben im Marmeladenglas. Hummelmotten sind also nicht so leicht umzubringen. Danke für Ihren Besuch Hier sind meine anderen Tiergeschichten Wespen Sind sie Betreiber einer Website? Warum wollen Sie dann nicht mit ihrer Homepage Geld verdienen? |
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