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Döberitzer Heide oder Sielmannstiftung

Eine Wanderung durch die Döberitzer Heide

von Dallgow-Döberitz in Richtung Seeburg und zurück im April 2006
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060428-064KartebeiDl-8
Die meisten Bilder können durch Anklicken vergrößert werden.

060428-009alteUferschwalbenabruchkante-8060428-010Motocross-8060428-011Motocross-10060428-012Motocross

Bis zur Wende, also vor dem Fall der Mauer, waren an dieser Abbruchkante die Uferschwalben zu Hause. Die russischen Besatzer ließen sie in Ruhe ihre Nester bauen und störten sie nicht. Nun aber toben sich dort die Motorcrosssportler aus und hinterlassen eine Wüste, unmittelbar am Eingang zur Döberitzer Heide am Sperlingshof. Naturzerstörung pur in einem schönen Naturschutzgebiet!

 

060428-013-2MK-8

Mistkäfer nennt sie der Volksmund. Es gab sie zu Hauf und sie paarten sich.
Die Voraussetzungen sind auch sehr gut, denn an vielen Stellen lag
ausreichend Pferdemist.
Da ich an einem Freitag unterwegs war, gab es keine Pferde zu sehen.
Die sind wohl mehr am Wochenende in der Heide unterwegs

 060428-028  Alte Militärbadeanstalt060428-029 An der Mili060428-031   an der Militärbadeanstalt060428-032 Weg nach Seeburg060428-033 Gabelung hinter der Mili

Nach wenigen 100 Metern kommt man an der alten Militärbadeanstalt vorbei. Sie ist inzwischen zerstört. Nur an einigen Stellen ist noch Wasser zu sehen. Und dort findet man sogar Fische. Ende der 40er Jahre, nach dem 2. Weltkrieg, badeten wir als Kinder noch in der Mili, wir wir sie kurz und liebevoll nannten. An der Wegegabelung auf dem 5. Bild bin ich nach rechts in die Falle gelaufen. Also immer schön auf den Wegen bleiben, die sowohl links wie auch rechts mit irgend einer Art verfaulendem Zaun oder auch mit Draht abgegrenzt sind. In meinem Fall hatte wohl ein Viehhirte die Absperrung vergessen wieder herzustellen.

Die von der Sielmannstifung angelegten Wege sind gut begehbar, während die Absperrungen fast überall bereits zerfallen sind.

060428-034  Grab der Sandbiene060428-053  Raubfliege mit Beute-8Im märkischen Sand findet man viele Insektenarten.
Es ist immer wieder ein schönes Schauspiel, wenn Raubfliegen(?) Jagd auf andere Insekten machen,
sich sogar auf Spinnen stürzen, sie mit einem kurzen Biss betäuben und dann in ihren Bau schleppen,
was durchaus Schwerstarbeit ist, wie man sehen kann.
Bitte nicht drauf treten!

060428-036   Ginster der Döberitzer Heide060428-039  Kreuzung der Heidewege060428-038 Birken in der HeideWegweiser nach Elstal und Dallgow

 

Heidelandschaft mit vielen Birken.
Der Wegweiser zeigt:
Dallgow-Döberitz 1,7 km,
Hasenheider Berg 1,6 km,    Elstal 7,0 km
Artilleriepark 0,8 km

 

060428-042 Weg durch die Heide bei Wolken060428-043 Heideweg und bewölkter Himmel060428-046 Birkengruppe in der Heide  Wunderschönes Wanderwetter in schöner Landschaft.

 

060428-080  Unterstand für Truppenfahrzeuge060428-082UnterstandEingefallen-8060428-077  Sumpf060428-081  Eingefallener Unterstand für Fahrzeuge
Unterstände und Gräben für Militärtechnik findet man am Wegrand sehr häufig. Aber Vorsicht!
Man sollte sie besser nicht betreten.
Die aus der Besatzungszeit stammenden unterirdischen Bauten sind von Fäulnis zersetzt und waren eh nicht für die Ewigkeit gedacht. Und manche sind mit illegal entsorgter Munition verfüllt worden.

 

 Ruheplatz in der Döberitzer Heide

Die Bank zum
Pausieren
fehlt auch nicht.

060428-057 GruenerPunkt als Wegmarkierung

Wegmarkierungen sind überall vorhanden.

 

Verlaufen kann man sich nicht, sofern man auf den Wegen bleibt.

Im Hintergrund sieht man
in der Bildmitte den Obelisken

 

060428-062  Steg im ausgetrockneten SeeAuf den ersten Blick kann man mit diesem Foto vermutlich nicht viel anfangen.

Hier war einmal ein See. Die vermoderten Pfähle hielten einst einen Bootssteg. Als Kind habe ich nach dem zweiten Weltkrieg hier noch geangelt. Als das Grundwasser mehr und mehr zurück ging, versiegte auch das letzte Wasser.
Heute vermutet kaum jemand, dass hier einmal ein kleiner See war. Es ist auch schon über 50 Jahre her!

 

060428-085 Verfallene Schützenlöcher auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Dallgow-Döberitz060428-066  Raststelle mit Wanderkarte060428-078  Schild Wildnisgebiet060428-079 Untertstand aus der russischen Militärbesatzungzeit060428-076 Graben Zur Maikäferbrücke060428-068 Fahrzeugschutzgraben

 

 

 

 

 

Ein Rast- und Inof-Punkt am Weg mit dem grünen Punkt. In der Übersichtskarte oben ist er mit einem roten Kreis gekennzeichnet. Die Verbotsschilder, denen man auf Schritt und Tritt fast alle 50 m begegnet, fand ich recht lästig. Wenn man auf den Wegen bleibt, ist man auf jeden Fall sicher und bricht auch nicht in alte Unterstände ein. Bevor die Russen den Truppenübungsplatz räumten, entsorgten sie illegal hunterte Tonnen Munition. MP- und Pistolenmunition warfen sie sogar in Kanalisationsschächte. Größere Sachen wurden tonnenweise vergraben. Dazu hoben sie aber nicht etwa neue Löcher aus, sondern füllten damit die vorhandenen Kraftfahrzeugunterstände in den Wäldern, die sie anschließend mit einer Erdschicht bedeckten. Munition wurde auch auf der ehemaligen Rohrbecker Deponie heimlich entsorgt. Da die Deponie oft brannte, gab es ebenso häufig ein scharfes Feuerwerk.

 

060428-090 Baumleiche BirkeDies ist der ehemalige Weg in das mitten auf dem Truppenübungsplatz gelegene Dorf Alt Döberitz. Das Dorf gibt es schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Von der Kirche und dem kleinen Friedhof sowie vom Gutshof findet man nur noch die Fundemente. Und auch die muß man suchen. Ohne Ortskenntnis findet man nicht mehr dort hin. Es ist auch verboten, diesen Weg zu begehen.

Die alte Gasflasche mit dem Fundament daran stammt aus der Zeit der russischen Besatzungsmacht. Sie diente einst als Anschlag für einen Schrankenbaum. Denn dahinter begann der Artilleriepark, und dort wurde scharf geschossen. Trotzdem bin ich bis zur Wende 1989 immer dort Pilze suchen gegangen. Natürlich erst, als ich mich davon überzeugt hatte, daß auch die Frauen der Offiziere Pilze sammelten und außerdem keine Warnflaggen hochgezogen waren.

 

 

060428-097 Weg nach Alt Döberitz060428-100  Eine Baumleiche am Weg nach Alt-Döberitz060428-101 Baumleiche am Weg060428-088 Alte Schützengräben060428-106 Gasflasche als Wegbegrenzung060428-092amWegALTDoe-8

 

060428-119SumpfbeiMili-8060428-116HeimwegnachDl-8060428-121SumpfbeiMili-8060428-122Wurzeln-8Greifvogel in der Döberitzer HEideAmeisen in der Döberitzer HeideWespennest in der Döberitzer Heide

Sumpf- und Moorgebiete wechseln sich mit Heidelandschaften ab. Viele Greifvogel haben in der Döberitzer Heide ihr Revier.
Der Schlitz im Sandboden ist kein Erdbeben, sondern eine von Ameisen angelegte lange unterirdische Straße.
Wespennester gibt viele, auch an den Wegrändern.

Munitionsfunde in der Döberitzer HeideMunitionsfunde in der Döberitzer Heide

Im Juli 2006 gefunden, durch Abschuß delaborierte Munition (hi),
natürlich nicht in der Nähe der ausgewiesenen Wege. Davon ist die Döberitzer Heide noch immer voll!

 

Sonnenuntergang in der Döberitzer Heide (Sielmannstiftung)

Sonnenuntergang in der Döberitzer Heide am 09. Juni 2006

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